Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe

Förderung

Ihr berufliches Engagement wird unterstützt: Sowohl das Land Schleswig-Holstein als auch die Bundesrepublik Deutschland bieten durch verschiedene Förderprogramme finanzielle Unterstützung bei beruflicher Weiterbildung. 

Das Aufstiegs-BAföG

Mit dem Aufstiegs-BAföG werden diejenigen unterstützt, die in ihre Weiterbildung investieren, um beruflich aufzusteigen. Teilnehmende der Lehrgänge der Höheren Berufsbildung sowie der Fachschule für Betriebswirtschaft können sich einkommensunabhängig die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren fördern lassen.

Welche Fördervoraussetzungen müssen erfüllt sein?

Ein Lehrgang ist förderfähig, wenn er auf eine öffentlich-rechtlich geregelte Prüfung vorbereitet und mindestens 400 Unterrichtsstunden umfasst. Gefördert werden z. B. die weiterführenden Abschlüsse zum/ zur Bilanzbuchhalter/in, Industriemeister/in oder staatlich gepr. Betriebswirt/in. Die Förderung steht auch Bachelorabsolventen, Studienabbrechern und Abiturienten mit Berufspraxis offen. Ausschlaggebend ist die Zulassung zur öffentlich-rechtlich geregelten Prüfung der Aufstiegsfortbildung. Diese ist z. B. bei vielen Aufstiegsfortbildungen mit einschlägiger Berufserfahrung auch ohne Berufsabschluss möglich. Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien gibt es unter: www.aufstiegs-bafoeg.de.

Wie hoch ist die Förderung?
Die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren werden mit 40% (bis max. 15.000 Euro) bezuschusst. Außerdem besteht ein Anspruch auf Abschluss eines zinsgünstigen Darlehensvertrages mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über die jeweilige Differenz zum geförderten Betrag. Vom restlichen Darlehen werden bei Bestehen der Prüfung 40% erlassen. Somit können insgesamt fast zwei Drittel der Lehrgangskosten übernommen werden. Für angehende Meister werden zudem die Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt zur Hälfte, maximal mit 2.000 Euro gefördert, davon 40% als Zuschuss.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.aufstiegs-bafoeg.de. Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich zu allen Fördermöglichkeiten!

Familienfreundliche Förderung von Vollzeitlehrgängen
Bei Vollzeitlehrgängen wird zusätzlich ein einkommens- und vermögensabhängiger Beitrag zum Lebensunterhalt gefördert. Alleinstehende erhalten bis zu 768,00 Euro, wovon 333,00 Euro als Zuschuss gezahlt werden. Für Ehe- und Lebenspartner sowie für jedes Kind gibt es jeweils eine Förderung von bis zu 235,00 Euro.

Weiterbildungsbonus

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt Sie bei Ihren Weiterbildungsvorhaben. Beschäftigte, Freiberufler/innen, Inhaber/innen von Kleinstbetrieben und Auszubildende, die sich in ihrem Job weiterqualifizieren möchten, werden bei Erfüllen der Voraussetzungen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Wie hoch ist der Bonus?

Der Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein umfasst bis zu 50% der Seminarkosten – bis zu einer Summe von 2.000,00 Euro. Die restlichen Kosten müssen vom Arbeitgeber übernommen werden.

Welche Fördervoraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wichtig ist, dass eine Förderung bereits vor Beginn der Weiterbildung bewilligt ist. Es werden ausschließlich beruflich relevante Weiterbildungen gefördert, die mindestens 16 Stunden umfassen und möglichst 400 Stunden nicht überschreiten sowie mindestens 160 Euro kosten. Wenn Auszubildende den Weiterbildungsbonus beantragen, muss es sich um Weiterbildungsinhalte handeln, die nicht im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden. Auch Webinare können gefördert werden, sofern sie eine begleitende Unterstützung und Erfolgskontrolle beinhalten.

Wer wird gefördert?

Förderberechtigt sind Arbeitnehmer/innen und Auszubildende, die in Schleswig-Holstein leben oder dort arbeiten. Inhaber/innen von Kleinstbetrieben und Freiberufler/innen müssen ihren Betriebssitz und Geschäftsbetrieb in Schleswig-Holstein haben und weniger als zehn Mitarbeitende beschäftigen.

Kann ich den Bonus mit dem BAföG kombinieren?
Der Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein kann nicht mit einer Förderung durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz kombiniert werden, sodass das Aufstiegs-BAföG vorrangig in Anspruch genommen werden muss.